Kampf und Wille entscheiden das Duell bei den Frauen

Romy

Kampf und Wille entscheiden das Duell bei den Frauen

Am Samstag empfingen wir den Tabellenzweiten der Sachsenoberliga aus Riesa. Das Hinspiel hatten wir noch deutlich mit zehn Toren verloren. Damals war unsere erste Halbzeit von Angst und vielen leichten Fehlern geprägt gewesen, während wir im zweiten Durchgang bereits gezeigt hatten, was eigentlich in uns steckt.

Der letzte Heimsieg vor der Ferienpause sowie eine sehr gute Trainingswoche stimmten uns jedoch optimistisch. Im Vorfeld hatten wir die Spielweise der Gäste genau analysiert. Riesa ist derzeit von einigen Verletzungen geplagt, wodurch sich vieles im Spiel auf ihre stärkste Spielerin Josefine Hessel konzentriert. Unser Ziel war deshalb klar: Wir wollten sie so gut es geht aus dem Spiel nehmen beziehungsweise entkräften.

Klarer Plan zum Spielbeginn

So gingen wir mit einer dünn besetzten Bank, aber viel Motivation und einem klaren Plan in das vorletzte Heimspiel der Saison. Im Angriff sollte unsere Kreisläuferin Lisa Helbig immer wieder im Zentrum arbeiten, während wir in der Abwehr mit einer 5+1-Formation ebenfalls gezielt gegen sie verteidigten. Auch wenn wir zunächst nicht optimal ins Spiel kamen, gelang uns nach vier Minuten das erste Tor zum 1:0. Im weiteren Verlauf konnten wir unsere Führung behaupten – etwas, das uns in dieser Saison nicht immer gelungen war. Justine Ach zeigte eine sehr gute Spielführung, setzte ihre Nebenleute immer wieder gekonnt ein und sorgte dafür, dass wir von allen Positionen Torgefahr ausstrahlten. Trotz einer schwachen Wurfeffektivität von den Außenpositionen konnten wir uns über die Stationen 7:4 (14.) und 12:7 (22.) absetzen. In dieser Phase stand unser Abwehrverbund stabil, und mit Maja Wehner im Tor hatten wir einen starken Rückhalt. Vorne machten wir schlicht weniger Fehler als Riesa.

Bruch kurz vor der Pause

Dann verloren wir jedoch plötzlich den Kopf. Bis zur Halbzeit erzielten wir nur noch ein Tor, produzierten reihenweise technische Fehler und gaben die Bälle ohne Not her. Glücklicherweise kam die Halbzeitpause genau zum richtigen Zeitpunkt. Riesa konnte aus unserer Schwächephase lediglich Kapital schlagen und auf 13:11 verkürzen.
Initialzündung nach der Pause- In der Kabine haben wir uns kurz geschüttelt und uns an unsere starken ersten 20 Minuten erinnert. Dennoch starteten wir zunächst verunsichert in die zweite Halbzeit. Erst das Siebenmetertor von Justine Ach in der 35. Minute wirkte wie eine Initialzündung. Danach bauten wir unseren Vorsprung Tor um Tor aus. Riesa blieb in seinem Spiel fehleranfällig, und die Frustration der Gäste zeigte sich zunehmend in ihren Abwehraktionen. Allein in der zweiten Halbzeit kassierten sie fünf Zeitstrafen. Ein großes Lob geht hier an Celine Kister, die auf der Rückraummitte ein sehr starkes Eins-gegen-Eins zeigte und mit ihrem mutigen Spiel mehrere dieser Strafen provozierte. Damit war klar: Der Sieg für den SV Schneeberg war uns nicht mehr zu nehmen – und auch in dieser Höhe absolut verdient.

Fazit des Trainerteams

Die Vorzeichen vor dem Spiel waren aufgrund der vielen Ausfälle nicht ideal, wodurch unsere Bank sehr dünn besetzt war. Gleichzeitig wussten wir aber auch um die derzeit schwierige Situation bei Riesa. Unsere Spielerinnen haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und jede hat noch einmal zehn Prozent mehr investiert, um die fehlenden Wechselmöglichkeiten zu kompensieren. Maja Wehner war erneut ein sicherer Rückhalt im Tor, Justine Ach und Celine Kister übernahmen im Angriff Verantwortung, und die Rückkehr von Lisa Helbig brachte uns zusätzliche Stabilität. Trotz des verdienten Erfolgs müssen wir aber auch kritisch festhalten, dass wir zu viele Chancen liegen gelassen haben und kurz vor der Halbzeit fast das Spiel verschenkt hätten. Diesmal wurde das nicht bestraft – das darf uns in den kommenden Spielen jedoch nicht passieren.

Ausblick

Durch den Sieg verschaffen wir uns ein Drei-Punkte-Polster auf Plauen-Oberlosa bei noch zehn möglichen Punkten. Nun haben wir zwei Wochen Zeit, uns gezielt auf die Mannschaft aus Klotzsche vorzubereiten. Sie sind aktuell punktgleich mit uns und konnten zuletzt ebenfalls zwei Siege in Folge feiern. In den kommenden Trainingswochen wird es vor allem darum gehen, den Spielerinnen aus dem Kopf zu bekommen, dass wir dort ohne Harz spielen müssen. Das wird eine der wichtigsten Aufgaben in der Vorbereitung sein.

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