Nach dem Motto „Ein Pferd springt nur so hoch, wie es muss“ haben wir die erste Pokalrunde beim Verbandsligisten Glauchau/Meerane glanzlos, aber erfolgreich überstanden.
Nach einer kurzen Ferienpause mit Urlauben und Trainingsunterbrechungen stand am letzten Ferienwochenende das Spiel an. Wie schon die gesamte Saison über war unser Kader nicht vollständig. Diesmal mussten wir auf Linda Leonhardt, Jenny Baumgarten, Sashka Filiposka und Fanni Wanjek verzichten. Außerdem fehlen weiterhin unsere drei Neu-Muttis Marie-Theres Mandel, Melanie Martin und Cindy Einenkel – mit ihrer Rückkehr rechnen wir hoffentlich im Januar.
Zähes Ringen in der ersten Halbzeit
Über die gesamte Spielzeit kann man von einem zähen Ringen sprechen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich bis zur 20. Minute (7:7) absetzen. Es ging ständig hin und her. Unser Angriff war viel zu statisch, meine Spielerinnen bewegten sich erst nach Erhalt des Balles, und das reicht einfach nicht, um Lücken zu reißen. Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit konnten wir einige Bälle in der Abwehr gewinnen und einfache Tore erzielen. So gingen wir mit einer 9:12-Führung in die Pause.
Vorsprung bringt keine Sicherheit
In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, im Angriff dynamischer zu agieren. Leider konnten wir unseren hart erkämpften, aber nicht schön herausgespielten Vier-Tore-Vorsprung (9:13) nicht weiter ausbauen. Der Vorsprung tat uns offensichtlich nicht gut. Wir kassierten einfache Zwei-Minuten-Strafen und spielten unsere eigenen Überzahlsituationen schlecht aus. In der 45. Minute erzielte Glauchau den Ausgleich zum 16:16. Meine Mädels schüttelten sich kurz, angeführt von einer stark aufspielenden Denise Meyer – und wir zogen bis zur 55. Minute wieder auf vier Tore davon (18:22). Mit dem Gefühl des sicheren Sieges schalteten wir dann aber mental ab. In den letzten fünf Minuten gelang uns kein Treffer mehr.
Zittern bis zur letzten Sekunde- Glauchau, angeführt von ihrer Führungsspielerin Alexandra Elschker, die acht ihrer neun Tore in der zweiten Halbzeit erzielte, kam Tor um Tor heran. Wir bekamen sie kaum noch in den Griff – sie warf die letzten fünf Treffer für Glauchau. In den Schlusssekunden stand es nur noch 21:22, und Glauchau spielte mit dem siebten Feldspieler. Doch meine Mannschaft stellte sich noch einmal als Mauer auf und ließ keinen Wurf mehr zu. Am Ende zählt nur: Wir stehen in der nächsten Pokalrunde.
Fazit
Mental waren wir heute nicht auf der Höhe. Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel von Anfang an souveräner gestalten. Trotz der personellen Ausfälle habe ich versucht, jeder Spielerin Einsatzzeit zu geben. Ein riesengroßes Lob geht an Maja Wehner, die mit einer hervorragenden Leistung im Tor den Sieg festgehalten hat. Ohne sie wären wir heute wohl nicht weitergekommen.
Ausblick
Am kommenden Wochenende wartet mit dem Derby gegen den BSV Sachsen Zwickau II die nächste Herausforderung. Dort wollen wir unseren dritten Heimsieg feiern – und den BSV weiter hinter uns lassen.












