SG Zschorlau/Schneeberg – VfL Meißen 29:21 (17:9)
Zum Rückrundenauftakt in der Silberstrom-Halle legten unsere Mädels einen dominanten Heimauftritt hin und entschieden die Partie gegen den VfL Meißen bereits vor der Pause klar in unsere Richtung. Von Beginn an waren wir das aktivere Team, setzten Meißen mit Tempo und Tiefe unter Druck und ließen über 50 Minuten kaum Zweifel aufkommen, wer an diesem Abend die Punkte behalten wollte.
1. Halbzeit – Früher Druck, schnelle Vorteile, klare Pausenführung
Wir eröffneten das Spiel direkt mit dem 1:0, doch Meißen konnte in der Anfangsphase noch mitgehen und hielt bis zum 2:2 Anschluss. Danach zogen wir die Intensität spürbar an: In der Abwehr standen wir kompakter, arbeiteten aggressiver im Verbund und belohnten uns vorne mit klaren Aktionen – nicht überhastet, sondern zielstrebig.
Aus dem 2:2 machten wir Schritt für Schritt eine Führung, die immer stabiler wurde. Über 4:2 und 6:3 fanden wir mehr und mehr Zugriff, auch weil wir nach Ballgewinnen schnell umschalteten und Meißen so permanent in Bewegung halten konnten. In dieser Phase mussten die Gäste bereits deutlich mehr investieren, während wir das Tempo hochhalten und die Spielkontrolle übernehmen konnten.
Bis zur Mitte der Halbzeit setzten wir uns weiter ab (10:5), auch eine Auszeit änderte daran nichts: Wir blieben konzentriert, standen in der Abwehr stabil und ließen Meißen nur selten zu klaren Abschlüssen kommen. Offensiv gelang uns vieles über Tiefe in den Aktionen, konsequentes Nachgehen und gute Entscheidungen im Abschluss. So ging es mit einer verdienten und deutlichen 17:9-Führung in die Kabine.
2. Halbzeit – Kontrolle behalten, Abstand verwalten, Sieg souverän nach Hause gebracht
Auch nach dem Seitenwechsel blieben wir klar tonangebend. Wir knüpften an die erste Halbzeit an, hielten die Intensität hoch und ließen Meißen kaum die Chance, wirklich Momentum aufzubauen. Der Vorsprung wuchs früh wieder an, und selbst in den Momenten, in denen Meißen einzelne Treffer setzen konnte, hatten wir schnell Antworten parat.
Wichtig war dabei vor allem unsere Ruhe: Wir spielten nicht „wild“ auf die nächste Torchance, sondern blieben strukturiert, suchten die besseren Lösungen und ließen den Gegner laufen. Dadurch hielten wir den Abstand konstant in einem Bereich, in dem Meißen permanent unter Zugzwang stand – ohne dass wir unsere Linie verlassen mussten.
In der Schlussphase spielten wir die Partie sehr seriös zu Ende. Wir blieben wach in der Abwehr, nutzten unsere Chancen und brachten den Vorsprung ohne große Aufregung über die Zeit. Am Ende stand ein verdienter 29:21-Heimsieg, der über die gesamte Spielzeit hinweg kontrolliert wirkte.
Fazit – Dominant, reif, mannschaftlich geschlossen
Unterm Strich war das ein sehr erwachsener Auftritt unserer Mädels: Von Beginn an dominant, mit klarer Körpersprache und einem Spielplan, der konsequent umgesetzt wurde. Meißen haderte im Verlauf der Partie zunehmend mit sich – auch, weil wir sie mit unserem Tempo immer wieder zu unglücklichen Aktionen und Fouls zwangen. Das führte zu vielen Unterzahlsituationen für den VfL, zeitweise standen die Gäste nur noch mit vier Spielerinnen auf der Platte.
Nach rund 40 Minuten wurde es dann endgültig bitter: Nach der dritten Zeitstrafe einer Meißner Spielerin musste Meißen die letzten Minuten – stark unterbesetzt – praktisch dauerhaft in Unterzahl bestreiten. Für uns war es an diesem Abend komfortabel, dass wir auf den kompletten Kader zurückgreifen konnten: Alle Spielerinnen bekamen ausreichend Einsatzzeit und wir konnten zielgerichtet steuern, ohne dass unser Niveau abfiel.
Besonders wichtig war uns dabei auch der Blick auf unsere Kooperation mit dem SSV Lommatzsch, der uns seit Jahren im Jugendbereich zuverlässig und wohlwollend unterstützt. Da Lommatzsch am Sonntag ein schweres und wichtiges Spiel vor sich hatte, war früh klar, dass wir die dort im Einsatz befindlichen Spielerinnen schonen wollen – was wir dank des klaren Spielverlaufs zügig umsetzen konnten. Trainerzitat: „Lommatzsch hilft uns seit Jahren aus, jetzt helfen wir natürlich auch gern Lommatzsch.“ Schön am Rande: Lommatzsch konnte das wichtige Spiel am Sonntag für sich entscheiden und unsere Spielerinnen konnten sich dort wertvoll einbringen.
Respekt an die Spielerinnen aus Meißen, die ersatzgeschwächt und trotz Unterzahl bis zum Ende durchgezogen haben.
Ein zusätzliches Lob geht an das sehr junge Schiedsrichtergespann. Trotz vieler Situationen und Entscheidungen, die es an diesem Abend zu bewerten gab, leiteten die beiden das Spiel durchweg souverän, ruhig und mit klarer Linie. Respekt vor so viel Abgeklärtheit und Ruhe in jeder Phase der Partie – weiter so, Jungs!
Vorschau – Nächste Aufgabe gegen den Tabellenführer
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Am kommenden Wochenende wartet eine weit schwerere Aufgabe in der Liga. Wir treffen auf Tabellenführer Union Halle-Neustadt, der in dieser Saison bislang erst ein Spiel verloren hat und sich Woche für Woche als das konstanteste Team der Regionalliga präsentiert.
Für uns ist das eine echte Standortbestimmung. Union spielt mit viel Tempo, großer körperlicher Präsenz und hoher Effizienz im Abschluss – Fehler werden dort sofort bestraft. Genau deshalb wird es für unsere Mädels darauf ankommen, von Beginn an wach zu sein, die eigene Fehlerquote niedrig zu halten und die Zweikämpfe anzunehmen. Wenn wir die gute Struktur aus dem Meißen-Spiel – kompakte Abwehr, klare Angriffe und konsequentes Umschalten – auf die Platte bringen, können wir auch gegen den Spitzenreiter lange dranbleiben und uns die Chance erarbeiten, etwas Zählbares in der Silberstromhalle zu behalten.
Die Richtung stimmt – jetzt kommt der Härtetest.
Statistik
| Nr | Name | Tore | 7m-Tore |
|---|---|---|---|
| 1 | Kothe, Lisa (Tor) | ||
| 3 | Schilhan, Lotta | 1 | |
| 6 | Jahreiß, Ida | 2 | |
| 7 | Zechel, Luisa | 2 | |
| 8 | Moosche, Lotta | ||
| 9 | Moosche, Lene | ||
| 10 | Lorenz, Marleen | 4 | |
| 11 | Bühnemann, Hanna | 2 | |
| 13 | Groh, Venezia | 4 | 3/3 |
| 14 | Nestler, Nele | ||
| 17 | Fischer, Lilly | 3 | |
| 18 | Rosenau, Finnja | 2 | |
| 19 | Hofmann, Mareike | 7 | |
| 20 | Borgers, Siri Lucia (Tor) | ||
| 25 | Putzker, Naimi | 2 | |
| 35 | Kehrer, Mathilde |
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