SVS-Weißenborn – Rotation Weißenborn 33:37 (15:20)
Neues Jahr, neues Glück
leider kam dieses bei unseren Mädels noch nicht an. Im ersten Spiel des neuen Jahres startete für uns die Rückrunde mit der Partie gegen Rotation Weißenborn. In der vergangenen Saison hatten wir uns in einem wahnsinnigen Herzschlagfinale mit einem Unentschieden den Klassenerhalt gesichert. Entsprechend groß war die Hoffnung, auch diesmal zumindest einen Punkt mitzunehmen.
Personell erneut stark eingeschränkt
Doch schon vor dem Anpfiff war klar: Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal. Über die Feiertage hatte sich unsere Bank leider nicht gefüllt. Mit einer noch nicht vollständig fitten Lisa Görner, dazu lediglich zwei etatmäßigen Außenspielerinnen – Kim Neubert und Fanni Wanjek – waren wir erneut gezwungen, kreativ zu werden. So agierte Denise Meyer am Kreis, Linda Jähn und Nele Peter über Außen. Den Rückraum besetzten Justine Ach, Linda Leonhardt und Celine Kister. Eine Konstellation, die viel Flexibilität erforderte – und auch zeigte.
Fehlstart trotz klarer Marschroute
Unser Matchplan war klar: Gegen die extrem schnelle erste und zweite Welle der Gastgeberinnen wollten wir im Angriff sicher agieren. Jeder technische Fehler oder Ballverlust wird von Rotation Weißenborn gnadenlos bestraft. Defensiv hatten wir uns für eine 4:2-Abwehr entschieden, um insbesondere Kulius und Zeller besser in den Griff zu bekommen. Doch wie so oft zog sich ein bekanntes Muster durch unser Spiel: Wir liefen von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwar hatten wir direkt die Chance auf die 1:0-Führung, ließen jedoch den Siebenmeter ungenutzt. Nach einem kurzen 2:2-Ausgleich setzte sich Weißenborn schnell auf 5:2 und später 11:6 ab.
Stabilisierung in der Abwehr
Probleme im Abschluss- Durch gute Einläufer von außen und starke Eins-gegen-eins-Aktionen, vor allem von Celine Kister, hielten wir offensiv dagegen. Mit der Umstellung auf eine 6:0-Abwehr bekamen wir defensiv mehr Sicherheit. Rotation tat sich nun schwerer, klare Torchancen zu erspielen, und Torhüterin Maja Wehner konnte einige Bälle entschärfen. Doch trotz dieses positiven Trends blieben wir im Angriff zu fehleranfällig. Einfache Ballverluste führten immer wieder zu Tempogegenstößen der Gastgeberinnen. 20 Gegentore zur Halbzeit sind schlichtweg zu viel – auch wenn wir selbst immerhin 15 Treffer erzielten (15:20).
Überzahl nicht genutzt, Hoffnung schwindet
Zur zweiten Halbzeit stellten wir erneut um. Denise Meyer rückte auf Halblinks, Linda Leonhardt übernahm verstärkt die Spielsteuerung. Der Angriff lief nun flüssiger, das erste Tor nach der Pause gehörte uns. Beim Stand von 17:21 keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Als Weißenborns beste Spielerin Kulius ihre zweite Zwei-Minuten-Strafe erhielt, schien der Moment gekommen, näher heranzukommen. Doch ausgerechnet diese Überzahlphase ging komplett verloren. Statt zu verkürzen, gerieten wir erneut deutlicher ins Hintertreffen (17:23, 37. Minute). Der Glaube begann zu schwinden, Weißenborn zog bis zur 47. Minute auf 32:23 davon.
Befreit gespielt, starkes Finish
Und dann passierte etwas, das wir leider zu selten sehen: Der Kopf wurde frei. Unsere Mädels spielten plötzlich mutig, suchten konsequent die eigene Entscheidung, gingen mit Tempo in die Abwehr und trafen gute Entscheidungen. Innerhalb von nur zwei Minuten erzielten wir fünf Tore in Folge und zeigten endlich, was in dieser Mannschaft steckt. Am Ende konnten wir das Ergebnis zumindest noch etwas korrigieren und verabschiedeten uns mit einem 33:37 aus der Partie.
Fazit
Zu oft stehen wir uns selbst im Weg- Unterm Strich schlagen wir uns erneut selbst. Zu viele technische Fehler im Angriff und in der zweiten Welle, gut ausgespielte Kombinationen ohne Torerfolg und weiterhin ein mangelnder Glaube an das eigene Können kosten uns bessere Ergebnisse. Positiv bleibt jedoch die Weiterentwicklung unserer Flexibilität. Besonders Nele Peter übernimmt zunehmend Verantwortung – auch im Abwehrverbund. Darauf lässt sich aufbauen, auch wenn der Weg noch steinig ist.












