Bittere Niederlage im letzten Spiel des Jahres 2025

Romy

Bittere Niederlage im letzten Spiel des Jahres 2025

SV Schneeberg- HSG Döbeln 23:27

Wichtige Ausgangslage – große Hoffnung

Die Ausgangslage vor dem wichtigen Heimspiel gegen die HSG Döbeln war klar: Der Sieger dieser Partie würde sich im Abstiegskampf ein wichtiges Polster verschaffen. Mit einem Sieg hätten wir vier Punkte Vorsprung auf Döbeln gehabt. Doch leider kam alles anders.

Unsere personelle Situation auf der Bank war endlich etwas entspannter als in den letzten Spielen. Beim Gegner hatte sich unter der Woche Entscheidendes getan: Der langjährige Trainer Marco Horschig stellte sein Amt zur Verfügung, Thomas Händler übernahm. Ein neuer Trainer bringt oft neuen Schwung – und genau das bekamen wir deutlich zu spüren. Döbeln überraschte uns mit einer offensiven Abwehrformation, auf die wir nicht vorbereitet waren. Unsere Vorbereitung war damit nahezu hinfällig.

Guter Start – aber wieder die Chancenverwertung

Trotz dieser Vorzeichen starteten wir gut in das Spiel. Unsere 3:2:1-Abwehr stellte Döbeln vor große Probleme, wir gewannen einfache Bälle und fanden im Angriff gute Lösungen. Bis zur 20. Minute führten wir sicher, ehe Döbeln erstmals zum 7:7 ausgleichen konnte. Doch erneut schafften wir es nicht, in dieser Phase weiter davonzuziehen. Danach gelang uns kein einziger Ausgleich mehr. Wir erspielten uns weiterhin gute Chancen, vor allem über die Außen, doch unsere Abschlüsse waren nicht konsequent genug. Immer wieder scheiterten wir an uns selbst. Zur Halbzeit liefen wir einem 11:13-Rückstand hinterher.

Ruppige Partie und frühe Rückschläge

Bereits in der ersten Halbzeit entwickelte sich ein sehr körperbetontes, teilweise ruppiges Spiel. Allein wir kassierten fünf Zeitstrafen, dazu sah Nele Peter nach 10 Minuten nach einem umstrittenen Foul die Rote Karte. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit standen wir direkt wieder in Unterzahl. Dieses ständige Spielen mit einer Spielerin weniger nahm uns jede Möglichkeit, wirklich heranzukommen. Wenn wir verkürzen konnten, waren wir im nächsten Moment erneut in Unterzahl. Die vielen Wechsel in der Abwehr öffneten Döbeln immer wieder Lücken. So kam der Gegner zu einfachen Würfen aus dem Rückraum, die wir nicht konsequent genug blocken oder entschärfen konnten.

Fehlentscheidungen, Frust und verlorener Glaube

Ich möchte meine Spielerinnen nicht in Schutz nehmen, aber wenn man einige Pfiffe der Schiedsrichter nicht mehr nachvollziehen kann, beginnt man auf der Platte irgendwann selbst, nicht mehr an den Sieg zu glauben. Dieser Frust war deutlich zu spüren und genau in dieser Phase kippte das Spiel endgültig. Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Wir spielten insgesamt 20 von 60 Minuten in Unterzahl, Döbeln nur zehn. Das ist keine Entschuldigung, aber eine deutliche Statistik. Dazu kommen 19 verworfene Bälle, zehn Fehlpässe direkt zum Gegner und zehn technische Fehler – das sind 39 Angriffe ohne Torerfolg. So kann man kein Spiel gewinnen. Wir haben es in den ersten 20 Minuten verpasst, uns eine klarere Führung zu erarbeiten. Döbeln bekam durch den Trainerwechsel, die neue Spielweise und die neu entfachte Emotionalität Oberwasser – und nutzte diese Chance bei uns eiskalt.

Ausblick

Pause zur richtigen Zeit. Wir dürfen dieses Spiel nicht einfach abhaken, aber die nun anstehenden vier Wochen Spielpause kommen zur richtigen Zeit. Diese Phase wird uns helfen, körperlich und mental wieder frischer zu werden. Am 10. Januar 2026 beginnt die Rückrunde – dann empfangen wir Rotation Weißenborn. Und dann werden wir wieder bereit sein.

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