VfB Bischofswerda – SG Zschorlau/Schneeberg 42:29 (23:18)
Zu ungewohnter Anspielzeit ging es am Samstagabend um 18:00 Uhr nach Bischofswerda – zum aktuell Drittplatzierten der Regionalliga. Die Favoritenrolle war dabei klar vergeben: Der VfB plant bereits jetzt in Richtung Jugendbundesliga, musste zwar auf einige verletzte Spielerinnen verzichten, ist aber trotzdem ein eingespieltes Team. Mit Helene Lieschke hat Bischofswerda zudem eine der prägenden Spielerinnen der Liga in den Reihen.
Für uns war die Ausgangslage damit eindeutig: Nach dem starken Hinspiel, was wir nach klarer Führung durch eigene Fehler noch aus der Hand gegeben hatten, wollten wir diesmal ohne Druck anreisen, frei aufspielen, mutig bleiben und aus einer stabilen Teamleistung heraus in der Partie bleiben. Genau mit dieser Einstellung hatten wir in dieser Saison oft unsere besten Auftritte.
Erste Halbzeit – guter Start, dann zieht der VfB Tempo und Konsequenz an
Der Auftakt gelang uns ordentlich. Wir glichen immer wieder aus und blieben in den ersten Minuten in Schlagdistanz. Bis zur ersten Auszeit (9:6) konnten wir das Spiel insgesamt ausgeglichen gestalten und hatten immer wieder gute Aktionen – spürten aber gleichzeitig schon sehr früh, dass der VfB auf unsere Schlüsselstellen vorbereitet war.
Nach unserer Auszeit versuchte Bischofswerda sofort, noch mehr Druck aufzubauen: viel Tempo, klare Durchbrüche, dazu konsequente Abschlüsse. Wir hielten mit Toren dagegen, bekamen defensiv aber zu wenig Zugriff und mussten in dieser Phase zu oft hinterherlaufen. Der VfB nutzte das konsequent aus und setzte sich Stück für Stück ab.
Trotzdem gelang es uns immer wieder, Antworten zu finden und im Angriff unsere Treffer zu setzen. Zur Pause stand ein 23:18 – ein Zwischenstand, der zeigt: Wir waren nicht chancenlos, aber in Abwehrarbeit, Zweikampfhärte und Fehlerquote schon in Hälfte eins zu anfällig, um ein Topteam wie Bischofswerda länger zu kontrollieren.
Zweite Halbzeit – viel Rotation bei uns, der VfB macht es deutlich
Nach dem Seitenwechsel wurde schnell klar, dass es an diesem Tag in Bischofswerda extrem schwer werden würde, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Unsere Abwehr blieb zu löchrig, im Angriff leisteten wir uns zu viele technische Fehler und ließen dadurch zu viele einfache Gegentore zu. Bischofswerda blieb dagegen sehr konsequent, hielt die Intensität hoch und spielte viele Phasen mit nahezu durchgehender Stammbesetzung – obwohl die Bank gut besetzt war.
Auf unserer Seite entschied sich das Trainerteam in Halbzeit zwei bewusst dafür, allen Spielerinnen ausreichend Einsatzzeit zu geben. In dem Wissen, dass dieses Spiel an diesem Abend kaum noch zu drehen war, wollten wir die Belastung steuern, wechseln, Erfahrungen sammeln und den Fokus auf das Team legen. Das erklärt mit, warum das Ergebnis am Ende deutlicher ausfiel, als es der Spielverlauf der Anfangsphase vermuten ließ.
Während wir rotierten und versuchten, Stabilität zurückzugewinnen, machte der VfB die Partie bis zum Schluss „ganz klar“ – der Wille, das Spiel deutlich zu gestalten, war spürbar. Für uns war es insgesamt einfach nicht unser Tag: zu viele Fehler im Angriff, zu wenig Zugriff in der Abwehr und auswärts ist es beim VfB ohnehin immer doppelt schwer.
Fazit – verdienter Sieg für den VfB, wertvolle Erkenntnisse für uns
Glückwunsch an den VfB Bischofswerda: Das war über weite Strecken ein sehr konsequenter, temporeicher Auftritt – und am Ende ein verdienter Sieg des Teams.
Für uns bleibt festzuhalten: Der Wille war da, aber gegen ein Topteam wie Bischofswerda müssen wir auswärts deutlich kompakter verteidigen und unsere Fehlerquote im Angriff spürbar senken. Gerade wenn der Gegner auf unsere Schlüsselstellen ausgelegt ist, brauchen wir mehr Stabilität im Rückzug, klarere Absprachen in der Abwehr und mehr Konsequenz in unseren Abschlüssen.
Positiv: Wir sind als Team aufgetreten, haben trotz Rückschlägen weitergespielt und in der zweiten Halbzeit bewusst allen Spielerinnen Spielzeit gegeben. Jetzt gilt es, die richtigen Lehren aus diesem Abend mitzunehmen – und es in den kommenden Partien wieder besser auf die Platte zu bringen.
Am kommenden Freitag empfangen wir den Tabellenführer aus Halle zum Nachholspiel des letzten Wochenendes. Dabei hatte Halle fair und transparent um eine Spielverlegung gebeten, der wir gern nachkommen wollten. Erneut treten wir daher zu einer ungewohnten Anwurfzeit an und empfangen die jungen Wildcats am Freitagabend um 18 Uhr in der Silberstromhalle.
Kommt vorbei und unterstützt unsere Mädels zum Wochenausklang noch einmal lautstark oder fiebert im Livestream auf Solidsport mit.









































