
Die erste Spielzeit auf mitteldeutscher Ebene ist Geschichte – nun wartet der nächste Entwicklungsschritt. Unsere weibliche B-Jugend der SG Zschorlau/Schneeberg startet in der Saison 2026/2027 zum zweiten Mal in der Mitteldeutschen Regionalliga. Anders als noch vor einem Jahr betreten unsere Mädels dieses Mal jedoch kein völliges Neuland mehr: Die Mannschaft kennt die längeren Auswärtsfahrten, das höhere Tempo, die körperliche Intensität und viele der namhaften Gegner bereits.
Hinzu kommt ein entscheidender Faktor. Nach dem gemeinsamen Lehrjahr geht unser Team nun überwiegend als älterer B-Jugend-Jahrgang in die Saison. Aus einer jungen, neu formierten Mannschaft ist eine gewachsene Einheit geworden, die nicht nur mithalten, sondern in der Spitzengruppe der Liga angreifen möchte.
Aus dem Premierenjahr wird ein Anspruchsjahr
Der Rückblick auf die erste MHV-Saison fällt ausgesprochen positiv aus. Nach 16 Begegnungen belegte unsere SG mit 17:15 Punkten und einem Torverhältnis von 415:434 den vierten Tabellenplatz. Vor unserer Mannschaft lagen lediglich Meister HC Rödertal, der VfB Bischofswerda und der SV Union Halle-Neustadt. Gleichzeitig ließ die SG den HV Chemnitz, den HBC Wittenberg, den HC Leipzig II, den BSV Sachsen Zwickau und den VfL Meißen hinter sich.
Gerade für eine Mannschaft, die erstmals in der Mitteldeutschen Regionalliga antrat und zudem zu großen Teilen aus dem jüngeren Jahrgang bestand, war dieser vierte Platz ein starkes Ergebnis. Unsere Mädels bewiesen, dass sie auch gegen überregional etablierte Nachwuchsmannschaften bestehen können.
Die Abschlusstabelle zeigte allerdings auch, worin die nächste Aufgabe besteht. Zwischen unserer SG und dem drittplatzierten SV Union Halle-Neustadt lagen am Saisonende neun Punkte. Soll in der kommenden Spielzeit tatsächlich ein Platz unter den ersten drei Mannschaften erreicht werden, braucht es noch mehr Konstanz – insbesondere in engen Begegnungen und in den direkten Duellen mit den Spitzenteams.
Die wichtigste Grundlage dafür ist bereits vorhanden: die Erfahrung aus einem kompletten Jahr MHV-Handball. Die Mannschaft weiß inzwischen, dass auf diesem Niveau kleine Schwächephasen, überhastete Abschlüsse oder wenige unkonzentrierte Abwehrminuten ein Spiel entscheiden können. Gleichzeitig hat sie erlebt, dass mit Mut, Zusammenhalt und Leidenschaft auch gegen große Namen Punkte möglich sind.
Eine kompakte Liga mit drei besonderen Maßstäben
Die Mitteldeutsche Regionalliga der weiblichen B-Jugend präsentiert sich in der Saison 2026/2027 kompakter als im Vorjahr. Neben unserer SG gehören der HC Rödertal, der SV Union Halle-Neustadt, der HC Leipzig, der HV Chemnitz, der VfL Meißen, der BSV Sachsen Zwickau und der HSV Magdeburg zur Staffel. Damit warten 14 Ligaspiele und sieben unterschiedliche Gegner auf unsere Mannschaft.
Mit dem HC Rödertal wartet erneut der amtierende MHV-Meister, ebenfalls wieder dabei ist der SV Union Halle-Neustadt. Beide Mannschaften gehörten bereits im vergangenen Jahr zu den sportlichen Maßstäben der Liga.
In diese Gruppe muss auch der HSV Magdeburg eingeordnet werden. Die Magdeburgerinnen spielten in der Saison 2025/2026 in der Jugendbundesliga der weiblichen B-Jugend. Nach der Vorrunde trat der HSV noch in der bundesweiten Pokalrunde an und sammelte dabei über eine komplette Spielzeit Erfahrungen gegen leistungsorientierte Nachwuchsteams aus verschiedenen Landesverbänden. Auch wenn der neue Magdeburger Kader nicht vollständig mit der Mannschaft der vergangenen Saison vergleichbar sein wird, bringt der Verein wertvolle Jugendbundesligaerfahrung mit in die Regionalliga. Rödertal, Halle-Neustadt und Magdeburg bilden deshalb zunächst das Trio, an dem sich die sportlichen Ambitionen der Liga orientieren werden. Auch die Begegnungen mit dem HC Leipzig, dem HV Chemnitz, dem BSV Sachsen Zwickau und dem VfL Meißen versprechen hohe Qualität, Derbycharakter und viele bekannte Gesichter.
Fest steht schon jetzt: Leichte Spiele wird es auch in der zweiten MHV-Saison nicht geben. Durch die kleinere Staffel gewinnt jedes einzelne Ergebnis zusätzlich an Bedeutung. Eine Schwächephase lässt sich bei nur 14 Begegnungen schwerer korrigieren, während erfolgreiche direkte Duelle im Kampf um die ersten drei Plätze umso wertvoller werden.
Nele Sigl und Nelly Metzner verstärken unser Team

Mit Nele Sigl von der SG Herbrechtingen/Bolheim begrüßen wir eine Linkshänderin im Erzgebirge. Nele zieht aus privaten Gründen in unsere Region und wird künftig unsere weibliche B-Jugend verstärken. Bei ihrem bisherigen Verein gehörte sie über mehrere Jahre zu den Nachwuchsmannschaften und lief zuletzt in der weiblichen C-Jugend auf.
Sportlich gibt uns Nele zusätzliche Möglichkeiten auf der rechten Angriffsseite. Sie kann dort sowohl im Rückraum als auch auf Außen eingesetzt werden. Durch ihre Linkshändigkeit, ihre unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und die neuen Abschlusswinkel kann unsere rechte Seite künftig noch variabler besetzt werden.
Wir freuen uns sehr, dass Nele ihren weiteren handballerischen Weg bei unserer SG fortsetzen möchte. Nun soll sie Schritt für Schritt in die Mannschaft, unsere Abläufe und die besondere Gemeinschaft innerhalb des Teams hineinwachsen. Herzlich willkommen im Erzgebirge und bei der SG Zschorlau/Schneeberg, Nele!

Mit Nelly Metzner kommt zugleich eine Spielerin hinzu, die vielen in und um unsere Mannschaft bereits bestens bekannt sein dürfte. Nelly spielte in der Vergangenheit gemeinsam mit mehreren unserer heutigen Spielerinnen beim BSV Sachsen Zwickau und gehörte dort zum Talentstützpunkt.
Sie kennt damit nicht nur einige unserer Mädels, sondern auch deren Mentalität, Spielweise und den gemeinsamen Anspruch an leistungsorientierten Jugendhandball. Umso größer ist unsere Freude, dass sich Nelly dazu entschieden hat, Teil dieses Teams zu werden. Sie trifft auf viele bekannte Gesichter und gewachsene Verbindungen und wird dadurch sicherlich schnell in der Mannschaft ankommen.
Herzlich willkommen, Nelly – wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Saison!
Mareike und Venezia sammeln parallel Jugendbundesligaerfahrung
Einen weiteren wichtigen Baustein in der individuellen Förderung unserer Spielerinnen bildet die Zusammenarbeit mit dem Thüringer HC. Mit Mareike Hofmann und Venezia Groh erhalten zwei Spielerinnen unserer SG ein Zweitspielrecht für den THC. Beide werden damit in der Saison 2026/2027 parallel für unsere Mannschaft in der Mitteldeutschen Regionalliga und für den Thüringer HC in der Jugendbundesliga auflaufen.
Der THC musste nach der ersten mitteldeutschen Qualifikationsrunde noch den Weg über die bundesweite Qualifikation gehen.

Mareike Hofmann geht mittlerweile in ihre dritte Spielzeit mit unserer SG. Seit ihrem Wechsel im Sommer 2024 hat sie sich sportlich und persönlich kontinuierlich weiterentwickelt und ist zu einer wichtigen Leistungsträgerin unserer Mannschaft geworden. Auch auf Auswahlebene machte sie zuletzt auf sich aufmerksam: Beim Deutschland-Cup 2026 gehörte Mareike zum Kader des Bayerischen Handball-Verbandes und erzielte im Turnierverlauf insgesamt 19 Treffer. Damit gehörte sie zu den auffälligsten Offensivspielerinnen ihres Teams.
Nun folgt für sie der nächste Entwicklungsschritt. Mareike war bereits in der Qualifikation für den Thüringer HC im Einsatz und übernahm dort eine wichtige Rolle. Die regelmäßigen Spiele in der Jugendbundesliga werden ihr die Möglichkeit geben, sich mit den besten Spielerinnen ihres Jahrgangs zu messen, unter höherem Zeit- und Gegnerdruck Entscheidungen zu treffen und weitere Erfahrungen auf nationaler Ebene zu sammeln.

Auch Venezia Groh ergreift die Chance, in ihrer eigenen Altersklasse Jugendbundesliga zu spielen. Für sie ist das Niveau allerdings nicht völlig neu: Bereits in der vergangenen Saison gehörte sie zum vereinsübergreifenden Jugendbundesligaprojekt und sammelte wertvolle Erfahrungen in der A-Jugendbundesliga. Zudem wurde sie wiederholt für Maßnahmen der sächsischen Landesauswahl berufen und gehörte beim Deutschland-Cup 2026 zum Aufgebot des HV Sachsen.
Kooperationen, die Entwicklung möglich machen
Auch in der kommenden Spielzeit setzt unsere SG auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem SSV Lommatzsch und der SG Raschau-Beierfeld. Diese Kooperationen sind längst mehr als kurzfristige sportliche Lösungen. Sie ermöglichen jungen Spielerinnen, ihrem jeweiligen Leistungsstand entsprechend in verschiedenen Wettbewerben Erfahrungen zu sammeln, ohne die Verbindung zu ihrem Heimatverein zu verlieren.
In der Saison 2026/2027 werden erneut drei Lommatzscher Spielerinnen neben ihren Einsätzen in der Sachsenliga für den SSV auch in der Mitteldeutschen Regionalliga für unsere SG auflaufen. Im Gegenzug erhalten Spielerinnen aus unseren Reihen die Möglichkeit, zusätzliche Spielpraxis in Lommatzsch zu sammeln.
Naimi Putzker konnte dort bereits in der vergangenen Saison den Sachsenmeistertitel feiern. Künftig wird auch Luisa Zechel in der Sachsenliga für den SSV Lommatzsch auflaufen. So entstehen zusätzliche Spielmöglichkeiten und neue sportliche Herausforderungen, von denen nicht nur die einzelnen Spielerinnen, sondern auch die beteiligten Mannschaften profitieren. Mit Hanna Bühnemann und Lotta Schilhan haben wir zudem auch wieder zwei Beierfelder Talente in unseren Reihen, dies schon zum zweiten Mal.
Dieses Modell bringt allen Beteiligten Vorteile: Die Talente erhalten mehr Wettkampferfahrung, die Vereine können ihre Kader sinnvoll ergänzen und die Spielerinnen werden entsprechend ihrer individuellen Entwicklung gefördert. Gleichzeitig bleibt die jeweilige Vereinsidentität erhalten. Genau so kann moderne und verantwortungsvolle Nachwuchsarbeit funktionieren – miteinander statt gegeneinander.

Eine sportlich wichtige Aufgabe bleibt allerdings die Besetzung der Torhüterposition. Aktuell steht mit Lisa Kothe nur eine Torhüterin für die MHV-Mannschaft zur Verfügung. Lisa ist damit unser fester Rückhalt zwischen den Pfosten. Dennoch sucht unsere SG weiterhin nach einer weiteren Torhüterin, die sie entlastet und dem Team über die gesamte Saison zusätzliche Sicherheit gibt.
Gerade auf dieser Position ist eine doppelte Besetzung wichtig, um auf Verletzungen, schulische Verpflichtungen, Auswahlmaßnahmen oder Terminüberschneidungen reagieren zu können. Interessierte Torhüterinnen, die sich auf mitteldeutscher Ebene weiterentwickeln und Teil unserer Handballfamilie werden möchten, sind deshalb weiterhin herzlich willkommen.
Vorbereitung mit dem Börde-Cup als Höhepunkt
Der Trainingsbetrieb läuft, die Grundlagen werden gelegt und die Mannschaft arbeitet intensiv daran, zum Saisonbeginn in der bestmöglichen Verfassung zu sein. Neben Kondition und Athletik stehen vor allem die Abstimmung in der Abwehr, das Tempospiel und die Integration der neuen Spielerinnen im Mittelpunkt.
Am Sonntag steht für unsere B-Jugend das erste Testspiel der Vorbereitung an. Dabei soll es zunächst vor allem darum gehen, nach den ersten Trainingswochen wieder in den Wettkampfrhythmus zu finden, verschiedene Formationen auszuprobieren und erste Erkenntnisse über den aktuellen Leistungsstand zu sammeln.

Der große Höhepunkt der Saisonvorbereitung wartet anschließend beim renommierten Börde-Cup. Das internationale Jugendhandballturnier wird seit 2007 ausgetragen und findet 2026 vom 28. bis 30. August statt. Unsere SG trifft dort in der weiblichen B-Jugend auf ein vielseitiges Teilnehmerfeld, zu dem unter anderem der HSV Magdeburg, die Füchse Berlin, der FC St. Pauli, der SC Germania List und die JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld gehören. Kein Team scheidet während des Turniers vorzeitig aus, sodass unserer Mannschaft mehrere intensive Vergleiche auf hohem Niveau bevorstehen.
Der Börde-Cup ist damit der ideale letzte Härtetest vor dem Beginn der Pflichtspielsaison. Zu diesem besonderen Vorbereitungsturnier wird noch ein separater Bericht folgen.
Das Ziel ist klar
Nach dem vierten Platz im Premierenjahr darf die Mannschaft selbstbewusst in ihre zweite MHV-Saison gehen. Der Respekt vor den Gegnern bleibt groß, doch unsere SG hat inzwischen selbst bewiesen, dass sie zu den leistungsstarken Mannschaften Mitteldeutschlands gehört.
Als älterer Jahrgang muss das Ziel sein, das Ergebnis der vergangenen Saison noch einmal zu verbessern. Ein Platz unter den ersten drei Mannschaften ist ambitioniert – angesichts der gesammelten Erfahrungen, der personellen Verstärkungen, der zusätzlichen Jugendbundesligaimpulse und des gewachsenen Teamgefühls aber ein nachvollziehbarer Anspruch.
Dafür wird es nicht genügen, nur gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften zuverlässig zu punkten. Wer auf das Podest möchte, muss auch dem HC Rödertal, dem SV Union Halle-Neustadt und dem jugendbundesligaerfahrenen HSV Magdeburg mutig begegnen. Gleichzeitig dürfen in den Derbys und engen Begegnungen gegen Leipzig, Chemnitz, Zwickau und Meißen keine Punkte leichtfertig verschenkt werden.
Die Voraussetzungen für den nächsten Schritt sind vorhanden: eine Mannschaft mit einem vollständigen Jahr MHV-Erfahrung, zwei interessante Neuzugänge, starke vereinsübergreifende Kooperationen, zwei Spielerinnen mit parallelen Einsätzen in der Jugendbundesliga und ein Team, das an den Herausforderungen seiner ersten überregionalen Saison gewachsen ist.
Nun beginnt das zweite Kapitel unserer MHV-Geschichte. Gemeinsam mit dem Trainerteam um Bernd Groh, Linda Putzker und Uwe Biegerl freuen wir uns auf spannende Spiele, namhafte Gegner, volle Hallen und viele besondere Momente mit unserer B-Jugend.
Gemeinsam wollen wir den nächsten Schritt gehen – mutig, geschlossen und mit ganz viel Leidenschaft für die SG Zschorlau/Schneeberg.
Fest steht damit: Leichte Spiele wird es auch im zweiten MHV-Jahr nicht geben. Durch die kleinere Liga gewinnt jedes Spiel zusätzliche Bedeutung. Ein Verlustpunkt mehr oder weniger ist bei nur 14 Spieltagen deutlich schwerer zu verkraften. Umso wertvoller werden Siege in direkten Duellen mit den Konkurrenten um die ersten Plätze sein. Unsere SG kann dennoch optimistisch in die Saison gehen – wir haben bereits bewiesen, dass wir zu den leistungsstarken Mannschaften der Region zählen. Das Ziel ist nun klar: Wir wollen mit dem älteren Jahrgang die Saison auf einem der ersten drei Plätze abschließen.















