BSV Limbach-Oberfrohna – SV Schneeberg 26:15 (8:7)
Mit kleinem Kader zum Auswärtsspiel
Mit einem stark dezimierten Kader von lediglich zehn Spielerinnen reisten wir zum Auswärtsspiel nach Limbach-Oberfrohna. Trotz der personell angespannten Situation hatten wir uns vorgenommen, mit einer engagierten Abwehrleistung, konsequentem Angriffsspiel und einer geschlossenen Mannschaftsleistung etwas Zählbares mitzunehmen. Über weite Strecken der ersten Halbzeit gelang es uns, die Begegnung offen zu gestalten. Doch eine mangelhafte Chancenverwertung und ein zunehmender Verlust an Konzentration und Spielkontrolle im zweiten Durchgang führten letztlich zu einer deutlichen Niederlage.
Starke Abwehrarbeit – fehlende Konsequenz im Abschluss
Wir starteten mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr in die Partie und konnten die Gastgeberinnen damit zunächst vor Probleme stellen. Durch aktives Verschieben und Druck auf die ballführenden Spielerinnen erzwangen wir mehrfach Ballgewinne. Auch im Angriff gelang es uns immer wieder, aussichtsreiche Torchancen herauszuspielen. Unser größtes Problem war jedoch von Beginn an die Chancenverwertung: Viel zu häufig scheiterten wir im Abschluss und belohnten uns nicht für unsere gute Vorarbeit. So verpassten wir es, uns einen Vorsprung zu erarbeiten.
Trotzdem hielten wir das Spiel lange ausgeglichen. Zwei nahezu zeitgleiche Zeitstrafen gegen uns in der Schlussphase der ersten Halbzeit erschwerten die Situation zusätzlich. In doppelter Unterzahl gerieten wir zwischenzeitlich mit zwei Toren in Rückstand. Kurz vor der Pause gelang uns noch der Anschlusstreffer zum 7:9. Nur sieben eigene Tore in 30 Minuten machten deutlich, wo unser größtes Problem lag.
Viel vorgenommen – doch die Hektik übernahm
Mit dem festen Willen, den Rückstand aufzuholen, gingen wir in die zweite Halbzeit. Der Anschlusstreffer zum 8:9 ließ uns zunächst hoffen. Doch zunehmend verloren wir unseren roten Faden im Angriff. Die Manndeckung der Gastgeberinnen stellte uns vor Probleme, auf die wir nicht mit der notwendigen Ruhe und Übersicht reagierten. Statt geduldig Lösungen zu erarbeiten, agierten wir hektisch, trafen überhastete Entscheidungen und verloren zu häufig den Ball.
Hinzu kam, dass unsere Konzentration im Verlauf der zweiten Halbzeit spürbar nachließ. Mit nur zehn Spielerinnen waren unsere Wechselmöglichkeiten begrenzt; das machte sich zunehmend bemerkbar. Technische Fehler, ungenaue Zuspiele und fehlende Abstimmungen häuften sich. Besonders zwischen der 40. und 44. Minute nutzten die Gastgeberinnen unsere Fehler und setzten sich von 11:10 auf 18:11 ab.
Fehlendes Rückzugsverhalten – Maja als Rückhalt
Unsere Ballverluste hatten unmittelbare Auswirkungen auf die Defensive. Immer wieder ermöglichten wir Limbach-Oberfrohna schnelle Gegenstöße, weil unser Rückzugsverhalten nicht konsequent genug war. Auch in der Positionsabwehr verloren wir zunehmend den Zugriff auf unsere Gegenspielerinnen. Wir waren oft einen Schritt zu spät, unterstützten uns nicht ausreichend und ließen zu viele einfache Abschlüsse zu.
Besonders bitter war, dass wir Maja im Tor immer wieder allein ließen. Trotz zahlreicher freier Würfe und Kontermöglichkeiten blieb sie unser Rückhalt und versuchte mit ihrem Einsatz und wichtigen Paraden, uns im Spiel zu halten. Ihre Leistung hätten wir durch konsequentere Abwehrarbeit deutlich besser unterstützen müssen.
Kurzes Aufbäumen – am Ende fehlte die Kraft
Trotz des Rückstands gaben wir uns zunächst nicht auf. Zwischen der 45. und 51. Minute verkürzten wir von 11:18 auf 15:18. In dieser Phase zeigten wir, dass wir durchaus erfolgreich abschließen und den Gegner unter Druck setzen konnten. Doch danach verloren wir erneut die Kontrolle. Die Konzentration ließ weiter nach, die Fehlerquote stieg und in der Abwehr fehlte die notwendige Konsequenz. In den letzten neun Minuten gelang uns kein weiterer Treffer, während Limbach-Oberfrohna acht Tore erzielte. So fiel die Niederlage mit 15:26 am Ende deutlich aus.
Unser Fazit: Wir müssen uns für unsere Arbeit belohnen
Wir müssen uns eingestehen, dass wir uns an diesem Tag vor allem selbst im Weg standen. Unsere 3:2:1-Abwehr funktionierte in der ersten Halbzeit über weite Strecken gut und ermöglichte uns Ballgewinne. Doch wenn wir unsere Chancen nicht nutzen, können wir ein solches Spiel nicht gewinnen. Der kleine Kader stellte eine zusätzliche Belastung dar, darf aber keine Entschuldigung für technische Fehler, mangelndes Rückzugsverhalten und fehlende Abstimmung sein.
Für die kommenden Begegnungen müssen wir an unserer Chancenverwertung, der Sicherheit im Angriff und unserem Rückzugsverhalten arbeiten. Wir müssen auch unter Druck Ruhe bewahren und über 60 Minuten konzentriert bleiben. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Jetzt gilt es, diese Leistung über die gesamte Spielzeit auf die Platte zu bringen – denn ohne Tore können wir keine Spiele gewinnen.
Danke an Sophie für die Fotos.
























