SV Schneeberg unterliegt dem SC Riesa mit 21:32 (11:16)
Wir hatten uns für unser Heimspiel gegen den SC Riesa viel vorgenommen. Umso enttäuschender ist für uns das deutliche 21:32 in der heimischen Silberstrom-Halle. Am Ende müssen wir ehrlich feststellen, dass wir an diesem Abend zu oft an uns selbst gescheitert sind. Wir haben unsere Chancen nicht konsequent genug genutzt, in der Abwehr zu selten den nötigen Zugriff gefunden und es unseren Gegnerinnen damit zu leicht gemacht.
Dabei starteten wir zunächst ordentlich in die Partie.
Bis zum 5:5 konnten wir das Spiel offen gestalten und zeigten, dass wir durchaus mithalten können. Doch während wir im Angriff zu viele Möglichkeiten liegen ließen, zeigte sich Riesa vor dem Tor deutlich effektiver. Wir verloren zunehmend den Zugriff auf das Spiel und gerieten mit 5:8 in Rückstand. Auch unsere Auszeit brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Zwar kämpften wir uns noch einmal auf 7:8 heran, doch anschließend gelang es uns nicht, diesen Anschluss zu halten. Zu viele Fehler und Zeitstrafen erschwerten uns die Aufgabe zusätzlich. Mit einem 11:16 ging es in die Halbzeitpause.
Vor allem in der Abwehr hatten wir bereits in der ersten Hälfte große Probleme.
Wir bekamen zu selten Zugriff auf unsere Gegenspielerinnen, waren häufig einen Schritt zu spät und stimmten uns untereinander nicht ausreichend ab. Die notwendigen Absprachen fehlten, sodass immer wieder Lücken entstanden, die Riesa konsequent ausnutzte. Anstatt unsere Gegnerinnen zu schwierigen Abschlüssen zu zwingen, ermöglichten wir ihnen zu viele einfache Tore. Hier fehlten uns die nötige Konsequenz, die Abstimmung und das gemeinsame Handeln als Abwehrverbund.
Nach dem Seitenwechsel wollten wir noch einmal angreifen und das Spiel drehen.
Der Treffer zum 12:16 gab uns zunächst Hoffnung. Doch wir schafften es nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Während wir uns im Angriff weiterhin zu häufig selbst um den verdienten Lohn brachten, fanden wir auch defensiv nicht die nötige Stabilität. Wir reagierten zu spät, ließen unsere Gegenspielerinnen zu oft gewähren und bekamen die Lücken in unserem Abwehrverbund nicht geschlossen. Riesa nutzte diese Schwächen konsequent aus. Besonders Josephine Hessel bekamen wir kaum in den Griff. Mit ihren 15 Treffern stellte sie uns vor große Probleme.
Im weiteren Spielverlauf wurde der Rückstand immer größer. Wir versuchten, dagegenzuhalten, und konnten durch Marleen Lorenz, Justine Ach und unsere weiteren Torschützinnen immer wieder Akzente setzen. Für eine echte Aufholjagd reichte es jedoch nicht. Zu viele vergebene Chancen im Angriff und zu einfache Gegentore verhinderten, dass wir noch einmal entscheidend herankamen. Wir machten es Riesa insgesamt zu leicht, das Spiel zu kontrollieren und den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Am Ende mussten wir uns mit 21:32 geschlagen geben.
Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.
Natürlich erkennen wir die Leistung des SC Riesa an. Gleichzeitig wissen wir, dass wir es unseren Gegnerinnen über weite Strecken selbst ermöglicht haben, so deutlich davonzuziehen. Uns fehlte die letzte Konsequenz im Torabschluss, in der Abwehr der notwendige Zugriff und vor allem die Abstimmung untereinander. Wenn wir zu spät kommen, Absprachen nicht funktionieren und wir unsere Torchancen nicht nutzen, wird es schwer, ein Spiel auf diesem Niveau erfolgreich zu gestalten.
Für uns als Trainerteam gilt es nun, die Partie ehrlich aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Wir müssen in der Abwehr wieder geschlossener auftreten, mehr miteinander kommunizieren und gemeinsam früher Druck auf die Gegnerinnen ausüben. Im Angriff müssen wir unsere Möglichkeiten konsequenter nutzen und uns für den betriebenen Aufwand belohnen.
Wir wissen, dass mehr in unserer Mannschaft steckt, als wir an diesem Abend gezeigt haben. Jetzt kommt es darauf an, die Enttäuschung abzuschütteln, die Fehler klar anzusprechen und im nächsten Spiel eine Reaktion zu zeigen. Denn wir können es besser – müssen es aber auch gemeinsam auf die Platte bringen.



























