Regionalliga weibliche B-Jugend · 1. Spieltag
HC Rödertal – SG Zschorlau/Schneeberg · Samstag, 12.09.2026 · 14:00 Uhr · Großröhrsdorf
Der erste Spieltag einer neuen Saison hat immer seinen ganz eigenen Charakter. Vieles wurde über Wochen vorbereitet, Abläufe wurden trainiert und Formationen getestet – doch erst mit dem ersten Anwurf zeigt sich, wo eine Mannschaft wirklich steht. Für unsere weibliche B-Jugend der SG Zschorlau/Schneeberg führte der Weg zum Auftakt der Mitteldeutschen Regionalliga erneut nach Großröhrsdorf zum HC Rödertal.
Anders als in den Jahren zuvor trat unsere Mannschaft diesmal mit dem älteren B-Jugend-Jahrgang gegen den HCR an und hatte sich entsprechend einiges vorgenommen. Trotzdem war der Respekt vor Rödertal groß. Gleichzeitig war allen bewusst, dass die Liga in dieser Saison sehr ausgeglichen besetzt sein dürfte – und gerade das erste Spiel einer neuen Spielzeit gehört ohnehin zu den schwersten Aufgaben.
Saisonstart
1. Spieltag
Halbzeit
13 : 15
Endstand
HCR 23 : 24 SGZ
1. Halbzeit – Rückstand gedreht und mit Führung in die Pause
Von Beginn an war zu spüren, dass keine der beiden Mannschaften bereit war, dem Gegner etwas zu schenken. Rödertal erwischte zunächst den etwas besseren Start und legte mehrfach vor. Auf das 1:0 antwortete Luisa zum 1:1, Lotta glich wenig später zum 2:2 aus und Lene stellte beim 3:3 erneut Gleichstand her.
In der Folge gelang es dem HCR erstmals, sich etwas abzusetzen. Nach knapp acht Minuten stand ein 5:3 auf der Anzeigetafel, kurz darauf sogar 6:4. Doch unsere SG blieb ruhig. Lotta und Lene sorgten innerhalb weniger Sekunden wieder für den 6:6-Ausgleich. Es entwickelte sich genau das Spiel, das im Vorfeld erwartet worden war: körperlich, intensiv und mit ständig wechselnden kleinen Vorteilen.
Auch ein erneuter Zwei-Tore-Rückstand beim 8:6 brachte die Mannschaft nicht aus dem Konzept. Naimi verkürzte auf 8:7, Marleen stellte nach gut 15 Minuten auf 8:8. Rödertal legte weiter vor, doch unsere SG hatte immer wieder eine Antwort. Lene traf zum 9:9, Lotta zum 10:10.
Gerade defensiv zeigte die Mannschaft bereits in dieser Phase, worauf sie sich an diesem Nachmittag verlassen konnte. Die Abstände stimmten, im Zentrum wurde konsequent zugeschoben und wenn Rödertal doch zum Abschluss kam, war dahinter immer wieder Lisa zur Stelle. Ihre Paraden hielten die SG gerade in den Phasen im Spiel, in denen offensiv noch nicht alles funktionierte.
Nach exakt 20 Minuten kippte die Begegnung schließlich erstmals zugunsten unserer Mannschaft. Venezia verwandelte einen Siebenmeter zum 10:11 und brachte die SG damit zum ersten Mal in Führung. Rödertal glich noch einmal zum 11:11 und wenig später zum 12:12 aus, doch nun hatte unsere Mannschaft ihren Rhythmus gefunden.
Venezia traf zum 12:13 und 12:14, ehe Naimi 74 Sekunden vor der Pause sogar auf 12:15 erhöhte. Erst ein verwandelter Siebenmeter des HCR brachte den Gastgeber noch einmal heran. Mit einer verdienten 15:13-Führung ging unsere SG schließlich in die Halbzeit.
Im Angriff war dabei durchaus noch zu erkennen, dass es das erste Pflichtspiel der Saison war. Nicht jede Abstimmung passte bereits, manche Situation hätte schneller oder konsequenter ausgespielt werden können. Trotzdem verlor die Mannschaft nie die Geduld. Fehler wurden abgehakt, der nächste Ball wieder gemeinsam verteidigt und so gelang es Schritt für Schritt, aus einem anfänglichen Rückstand eine Führung zu machen.
Besonders Lene, Lotta und Naimi übernahmen früh Verantwortung. Der gewohnt starke Dreierblock setzte mit Entschlossenheit und Präsenz immer wieder wichtige Impulse und zog damit auch die Mitspielerinnen mit.
2. Halbzeit – erst vier Tore vorn, dann beginnt der Nervenkrimi
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte unsere SG zunächst den besseren Start. Naimi erzielte das erste Tor der zweiten Hälfte zum 13:16. Zwar hielt Rödertal dagegen, doch unsere Mannschaft blieb vorne: Lene traf zum 14:17, Venezia per Siebenmeter zum 15:18 und Naimi erhöhte in der 32. Minute sogar auf 15:19.
Mit vier Toren Vorsprung schien sich erstmals eine kleine Lücke aufzutun. Doch wer Rödertal kennt, wusste, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden war. Die Gastgeberinnen erhöhten nun noch einmal die Intensität und arbeiteten sich Tor um Tor zurück.
Aus dem 15:19 wurde zunächst ein 17:19. Naimi hielt mit dem Treffer zum 17:20 dagegen, doch der HCR ließ nicht locker und verkürzte wenig später auf 19:20. Nach der zweiten Auszeit unserer SG verwandelte Venezia einen weiteren Siebenmeter zum 19:21.
Die Schlussphase wurde nun zu einem echten Nervenkrimi. Rödertal kam beim 20:21 bis auf einen Treffer heran und stellte in der 42. Minute tatsächlich auf 21:21. Damit war die Partie nach einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung wieder vollkommen offen.
Doch genau in diesem Moment zeigte unsere Mannschaft enorme Moral. Nur 39 Sekunden nach dem Ausgleich übernahm Naimi Verantwortung und brachte die SG wieder mit 21:22 in Führung. Auch die anschließende Unterzahl überstand unsere Mannschaft mit einer sehr konzentrierten Abwehrarbeit. Besonders Mathilde hatte die Abwehrreihe in dieser Phase hervorragend im Griff, dirigierte den Verbund und sorgte gemeinsam mit ihren Nebenleuten dafür, dass Rödertal aus der Überzahl keinen entscheidenden Vorteil ziehen konnte. Lene erhöhte in der 45. Minute schließlich sogar auf 21:23.
Wie schon Lilly in der ersten Hälfte leistete auch Mathilde am Kreis viel wertvolle Arbeit, die sich nicht unmittelbar in der Torschützenliste wiederfindet. Beide arbeiteten körperlich stark gegen die gegnerische Abwehr und stellten immer wieder gute Sperren für unseren Rückraum. Gerade solche Aktionen ohne eigenen Torabschluss waren ein wichtiger Bestandteil der geschlossenen Mannschaftsleistung an diesem Nachmittag.
Nachdem Rödertal anschließend zum 22:23-Anschlusstreffer kam, hatte unsere SG die passende Reaktion. Nelly übernahm Verantwortung und stellte nur 30 Sekunden später mit ihrem Treffer auf 22:24. Doch auch der HCR ließ nicht locker und verkürzte in der 46. Minute erneut auf 23:24. Damit war die Partie endgültig auf Messers Schneide – und es lagen noch mehr als vier Minuten vor beiden Mannschaften.
Was folgte, war eine Schlussphase, die kaum spannender hätte sein können. Trotz mehrerer Möglichkeiten fiel auf beiden Seiten kein weiterer Treffer mehr. Jeder Ballgewinn, jeder Fehlwurf und jede Parade bekam nun enorme Bedeutung. Unsere SG nahm 42 Sekunden vor Schluss ihre letzte Auszeit, Rödertal reagierte wenige Sekunden später ebenfalls mit einem Timeout.
Und tatsächlich bekam der HCR noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich. Mit der letzten Aktion kam Rödertal zum Abschluss – doch im Tor unserer SG stand an diesem Nachmittag eine hervorragend aufgelegte Lisa.
Sie entschärfte auch diesen letzten Wurf. Dann kam die Schlusssirene.
Der Jubel über den 24:23-Auswärtssieg war entsprechend groß. Unsere Mannschaft hatte sich diese beiden Punkte über 50 intensive Minuten erarbeitet – mit einer starken Abwehr, großer Einsatzbereitschaft und der Fähigkeit, auch dann ruhig zu bleiben, als aus einer Vier-Tore-Führung plötzlich wieder ein völlig offenes Spiel geworden war.
Das Spiel wurde mit zunehmender Dauer immer körperlicher. Beide Mannschaften gingen mit hoher Intensität in die Zweikämpfe, niemand schenkte dem anderen auch nur einen Zentimeter. Auf beiden Seiten gab es am Ende einige blaue Flecken und kleinere Blessuren. Trotzdem blieb der Umgang miteinander jederzeit sportlich. Nach harten Kontakten wurde die Hand gereicht oder sich entschuldigt und anschließend um den nächsten Ball gekämpft. Genau so sehen Kampf, Leidenschaft und Fairness im Handball aus.
Stimme aus dem Trainerteam
„Mädels, ich bin stolz. Das habt ihr euch verdient.“
Abwehr als Basis – im Angriff bleibt noch Luft nach oben
Entsprechend positiv fiel unmittelbar nach dem Schlusspfiff das Fazit unseres Trainerteams aus. Natürlich gab es auch nach einem solchen Erfolg Punkte, an denen in den kommenden Trainingseinheiten weitergearbeitet werden muss. Gerade im Angriff steckt noch Potenzial. Entscheidungen müssen teilweise schneller getroffen, Chancen konsequenter genutzt und Abläufe weiter verfeinert werden.
Doch mindestens ebenso wichtig war das, was bereits sehr gut funktionierte. Die Abwehr stand über weite Strecken stabil, die Mannschaft nahm die körperliche Herausforderung an und wich den Zweikämpfen nicht aus. Besonders gelobt wurde die Zielstrebigkeit, mit der das Team den Kampf annahm und sich den Sieg gemeinsam erarbeitete.
Damit war unser Cheftrainer nicht allein wegen der beiden Punkte zufrieden. Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft auftrat, Rückschläge wegsteckte und bis zur letzten Sekunde füreinander arbeitete, machte ihn nach dem Spiel mächtig stolz.
Zwei Punkte sind geschafft – jetzt geht die Arbeit weiter
So wertvoll ein erfolgreicher Saisonstart ist, niemand im Team wird diesen Sieg überbewerten. Das Spiel in Großröhrsdorf hat gezeigt, dass unsere Mannschaft bereits eine starke Basis besitzt. Die Defensive funktioniert, die Bereitschaft füreinander zu arbeiten ist vorhanden und auch in engen Situationen kann das Team die nötige Ruhe bewahren.
Gleichzeitig hat der Auftakt ebenso deutlich gezeigt, wo noch Entwicklungspotenzial steckt. Gerade offensiv können und müssen wir im Laufe der kommenden Wochen noch variabler, klarer und konsequenter werden. Genau deshalb sind diese ersten beiden Punkte so wertvoll: Sie geben Selbstvertrauen, ohne den Blick auf die noch notwendige Arbeit zu verstellen.
Nächster Kracher: HSV Magdeburg kommt ins Erzgebirge
Viel Zeit zum Genießen bleibt ohnehin nicht. Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Sonntag, 20. September, um 16:00 Uhr empfangen wir den HSV Magdeburg in unserer Silberstrom-Halle.
Auch die Magdeburgerinnen sind erfolgreich in die neue Saison gestartet und gewannen ihr Auftaktspiel gegen den BSV Sachsen Zwickau deutlich mit 29:21. Der Gegner ist unserer Mannschaft bestens bekannt. Erst vor wenigen Wochen standen sich beide Teams im Halbfinale des Börde-Cups gegenüber. Damals setzte sich der HSV durch – am kommenden Sonntag gelten jedoch völlig andere Voraussetzungen.
Die Vorbereitung ist vorbei, jetzt geht es um Ligapunkte. Beide Mannschaften wollen den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Der HSV bringt zudem die Erfahrung aus der Jugendbundesliga der vergangenen Saison mit. Unsere SG wird deshalb alles investieren müssen, um dagegenzuhalten und mit zwei Erfolgen in die neue Spielzeit zu starten.
Nächstes Heimspiel
SG Zschorlau/Schneeberg – HSV Magdeburg
Sonntag, 20.09.2026 · 16:00 Uhr · Silberstrom-Halle Schneeberg
Kommt in die Halle und unterstützt unsere B-Jugend lautstark beim ersten Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann die Partie wie gewohnt über SolidSport verfolgen.
Die ersten beiden Punkte sind erarbeitet. Jetzt heißt es weiterarbeiten, fokussiert bleiben – und gemeinsam den nächsten Schritt gehen.
Statistik
| Nr. | Name | Tore | 7 m |
|---|---|---|---|
| 1 | Kothe, Lisa (Tor) | – | – |
| 3 | Schilhan, Lotta | 0 | – |
| 7 | Zechel, Luisa | 1 | – |
| 8 | Moosche, Lotta | 3 | 0/1 |
| 9 | Moosche, Lene | 7 | – |
| 10 | Lorenz, Marleen | 1 | – |
| 13 | Groh, Venezia | 5 | 3/3 |
| 14 | Nestler, Nele | 0 | – |
| 17 | Fischer, Lilly | 0 | – |
| 25 | Putzker, Naimi | 6 | – |
| 26 | Schlag, Hannah (Tor) | – | – |
| 33 | Metzner, Nelly | 1 | – |
| 35 | Kehrer, Mathilde | 0 | – |
Galerie










































NEUE TRIKOTS – DANKE PRAXIMED Gruppe! 🤝
Unsere B-Jugend startet mit einem neuen Trikotsatz in die kommende Saison der Regionalliga Mitteldeutschland – möglich gemacht durch die PraxiMed® Gruppe aus Zwönitz. Dafür sagen wir ganz herzlich: DANKE!
PraxiMed ist seit über 30 Jahren im Bereich Medizinprodukte, Medizintechnik und Praxisausstattung tätig. Das umfangreiche Sortiment reicht unter anderem von Praxis- und Sprechstundenbedarf über Pflege, Labor, Physiotherapie und Reha bis hin zu medizinischer Technik und kompletter Praxisausstattung.
Besonders stolz sind wir darauf, dass uns regional ansässige Unternehmen seit vielen Jahren unterstützen. Diese Partnerschaften sind für unseren Verein und insbesondere für unsere Nachwuchsarbeit enorm wichtig.
Und während unsere Partner fest im Erzgebirge verwurzelt sind, tragen wir ihre Namen mit unseren Mannschaften über die Landesgrenzen Sachsens hinaus.
Wer PraxiMed noch nicht kennt, sollte unbedingt einmal im PraxiMed-Onlineshop auf praximed.com vorbeischauen.
Vielen Dank an das gesamte Team der PraxiMed® Gruppe für das Vertrauen und die Unterstützung unserer Jugend! 💙🤍
















